Folie
Diese Liebe die nur wir beide kennen, gebraut aus der Angst, dem Quäntchen Mut und unserem Verlangen. Jenseits aller Kontrolle dieses Verlangen, das anzieht und abstößt, Sehnsucht und Furcht zugleich, weil wir um die Konsequenzen unserer Gier wissen. Diese Gier, in der sich die Seelen noch ineinander krallen, wenn die Körper längst schon voneinander abgelassen haben.
Ein Prelude aus Angst vor unseren Abgründen, dem wir uns ergeben. Wieder und wieder ergeben, als könnten wir damit den Fluch austreiben, der uns einander zersetzen lässt. Unsere Gesichter und die matt leuchtenden Blicke hinter der pittoresken Fassade unserer zuckenden Haut, sie begleiten den Atem der langsam nur leichter wird, viel zu schnell leichter wird, weil wir die Ewigkeit ketten möchten in diesen wenigen Sekunden absterbenden Glücks.